Ursprungsmythen der Musik
Viele Völker dieser Welt denken, dass die Entstehung der Musik das Werk von Göttern oder Geistern ist. Es gibt viele Ursprungsmythen der Musik.
Im Hinduismus ist der Gott der Sprache, Brahma, auch Schöpfer der Musik. Dessen Sohn Narada ist der Herrscher der Musik. Shiva hat nach deren Glauben den Musikbogen erfunden. In der chinesischen Mythologie hat ein Wundervogel die Tonleiter als Geschenk gebracht. Im alten Ägypten hat Thot, der Gott der Schreibkunst, die Musik erschaffen. Bei den Griechen war Orpheus, der Musensohn, der Schöpfer der Musik. Einer Sage nach soll er mit seiner Musik und seinem Gesang sogar Steine zum Weinen gebracht haben.
Einer arabischen Legende zufolge soll der Kameltreiber Maudar ibn Nizar gestürzt sein und sich dabei die Hand gebrochen haben. Mit Schmerzen hat er den Kamelen zugerufen und diese so angetrieben. Daraus ist dann der Gesang entstanden. In vielen westafrikanischen Ländern wiederum glaubt man, dass Waldgeister die Musik zu den Menschen gebracht haben. In der Bibel ist Jubal der Stammvater der Musik. Manche indigene Völker glauben, dass die Musik ein Geschenk Gottes ist und sie wird als heilig verehrt.
So vielseitig der Glaube über die Entstehung der Musik auch sein mag, eines haben alle Völker gemeinsam: nämlich die Annahme, dass etwas Mystisches in Verbindung mit Musik steht.