Das Musikgymnasium
Ein Musikgymnasium ist ein Gymnasium, in dem vor allem auf die musikalische Förderung der Schüler wert gelegt wird. Musikgymnasien sind häufig Internate oder Ganztagsschulen.
In einem Musikgymnasium werden spezielle musikalische Fächer wie Musiktheorie, Gehörbildung, Komposition und Rhythmik angeboten. Außerdem ist es Pflicht einen Musikleistungskurs zu belegen.
Schüler, die ein Musikgymnasium besuchen wollen sollten mindestens zwei Instrumente spielen können. Ziel ist es, neben der allgemeinen Hochschulreife, die Musikalität der Schüler optimal zu fördern und sie auf ein musiknahes Berufsfeld vorzubereiten. Zum Teil gehen die Schulen Kooperationen mit Musikhochschulen ein, so dass die Schüler auch bei Musikprofessoren Unterricht nehmen können.
Die Idee zur Gründung eines Musikgymnasiums geht auf Leo Kestenberg zurück, der dafür bereits 1921 ein Konzept entwickelte. Das erste musische Gymnasium gab es von 1939 bis 1945 in Frankfurt am Main. 1941eröffnete das zweite musische Gymnasium in Leipzig. Allerdings wurden beide Schulen 1945 geschlossen.
Inzwischen gibt es aber zahlreiche Musikgymnasien in Deutschland. Besonders für Schüler, die gerne ein Instrument spielen und für die Musik eine Leidenschaft darstellt, ist ein Besuch auf einem musischen Gymnasium ideal. Sie kommen mit Gleichgesinnten zusammen und können gleichzeitig ihr Hobby weiter ausüben. Oft werden Schüler mit hoher Begabung in eine bestimmte Richtung bei ihren Mitschülern nicht verstanden. Es besteht dann die Gefahr, dass sie ungern in die Schule gehen oder die Noten schlechter werden. In einem Musikgymnasium sind alle Schüler mit der Musik eng verbunden und dadurch entsteht meist schon eine Gemeinschaft.